Zitat des Monats

 

 

April 2018

 

«Es wäre wichtig, dem depressiven Menschen diese Freiheit und dieses Recht auf Selbstbestimmung des assistierten Sterbens zu gewähren, ohne Einschränkung und zusätzliche Auflagen. Die braucht er nicht, dazu ist er zu sorgfältig und zu pflichtbewusst. Er braucht keinen Vormund, der ihm sagt, was er zu tun und zu lassen hat. Er braucht keinen, der ihm seine Zu-rechnungsfähigkeit attestiert, und er braucht niemanden, der ihm die Erlaubnis zum Sterben gibt.
Auch alte Menschen, die nicht mehr leben wollen, sollen ungeachtet ihrer Gründe eine anerkannte und legitime Form des Sterben wählen dürfen, um ihre Würde wahren zu können. An ihrem Willen und Denken zu zweifeln und ihre Zurechnungsfähigkeit infrage zu stellen ist in hohen Maße respektlos. Akzeptiert zu werden in ihrem letzten Willen und damit den Weg zu öffnen zu einem bejahten Sterben, sollte für alle alten Menschen, die diesen Weg gehen wollen, selbstverständlich werden. Den Menschen respektieren heißt auch, ihn in seinem Sterben respektieren. . . . Ich selbst plädiere dafür, dass von den Sterbebegleitungsorganisationen den Menschen, die wirklich sterben wollen, nicht zu viele Steine in den Weg gelegt werden, auch wenn nachvollziehbar ist, dass sie sich heute nach allen Seiten hin absichern. Aber es sollte nicht auf Kosten der Sterbewilligen gehen, die ansonsten doch den einsamen Tod wählen müssen, weil die administrativen Hürden zu hoch sind und damit auch eine Haltung zum Tragen kommt, die die Depressiven und Alten leicht als Misstrauen und Bevormundung interpretieren können. All die Auflagen, die die Sterbewilligen erfüllen müssen, sollten einzig dazu dienen, ihnen den Weg zum Suizid zu erleichtern.»

 

Dr. Josef Giger-Bütler

Psychotherapeut in Luzern

 

im Buch : «Wenn Menschen sterben wollen - Mehr Verständnis für einen selbstbestimmten Weg aus dem Leben», erschienen 2018, ISBN 978-3-608-96184-3

 
 

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