Literatur

 

«Fünf Mythen über Suizidhilfeorganisationen»

Von Organisationen angebotene Suizidhilfe ist immer wieder Gegenstand von gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen. Dabei fällt auf, dass sich gewisse Themen und Thesen wiederholen, ohne dass deren tatsächlicher Hintergrund ausreichend beleuchtet wird. Der Beitrag hat zum Ziel, fünf – zwar keineswegs abschliessende, aber immerhin populäre – Mythen über Suizidhilfeorganisationen einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Nach einer umfassenden Untersuchung der tatsächlichen und rechtlichen Hintergründe können den Mythen fünf Gegenthesen gegenübergestellt werden.

Autor: Daniel Häring
Erschienen am 8. Mai 2017 im «Jusletter», 42 Seiten >> Link / PDF


«Ausweg am Lebensende. Sterbefasten - Selbstbestimmtes
Sterben durch freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken»

Boudewijn Chabot und Christian Walther zeigen wissenschaftlich fundiert den Weg des selbstbestimmten Sterbens durch die Methode des freiwilligen Verzichts auf Nahrung und Flüssigkeit auf; Ernst Reinhardt Verlag, München, 2017, 5. aktualisierte und erweiterte Auflage, ISBN 978-3-497-02706-4 (>> Link)


«Patient ohne Verfügung»
Das Geschäft mit dem Lebensende

Autor: Dr. Michael Thöns
Erschienen am 1.9.2016, 320 Seiten
Piper Verlag, München/Berlin
ISBN: 978-3-492-05776-9

In deutschen Kliniken wird operiert, katheterisiert, bestrahlt und beatmet, was die Gebührenordnung hergibt – bei 1'600 Euro Tagespauschale für stationäre Beatmung ein durchaus rentables Geschäft. Dr. Matthias Thöns berichtet aus seiner jahrelangen Erfahrung von zahlreichen Fällen, in denen alte, schwer Kranke mit den Mitteln der Apparatemedizin behandelt werden, obwohl kein Therapieerfolg mehr zu erwarten ist. Nicht Linderung von Leid und Schmerz, sondern finanzieller Profit steht im Fokus des Interesses vieler Ärzte und Kliniken, die honoriert werden, wenn sie möglichst viele und aufwändige Eingriffe durchführen.


«Kultiviert sterben»
Über das Recht auf Sterbehilfe und den Unsinn des natürlichen Todes

Autor: Alois Schöpf
Erschienen April 2015, 160 Seiten
Limbus Verlag, Innsbruck
ISBN: 978-3-99039-050-4


«Mein Leben! Mein Wille! Meine Ordnung! Mein Buch!»

Autoren: Athos Kosmidis und Silvio Zimmermann
Erschienen 2015, 140 Seiten
Verlag epubli GmbH, Berlin
ISBN: 978-3-7375-4206-7

Bei allen Menschen sammelt sich schon früh ein Berg an Verträgen und Dokumenten an. Wie soll dies alles „danach“ gehandhabt werden? Dieses Arbeitsbuch bietet Platz von der Nennung von Bezugspersonen bis hin zur Regelung des digitalen Nachlass – und kann somit eine Hilfe für die Hinterbliebenen sein.


«Kirchenrepublik Deutschland»
Christlicher Lobbyismus. Eine Annäherung

Autor: Dr. Carsten Frerk
Erschienen 2015, 303 Seiten
ISBN 978-3-86569-190-3

Link zur Webseite von Dr. Frerk


«Es ist einfach so – Aufzeichnungen eines Chirurgen . . . und Pyjamavaters»

In diesem Buch, welches nur für den engen Kreis seiner Familie und Freunde gedruckt worden ist, hat der frühere Chefarzt Chirurgie (1968-1976) am Zürcher Privatspital Bethanienheim in Zürich – ein Krankenhaus des Diakoniewerks Bethanien – und spätere Chefarzt (1976-1988) des berühmten einstigen Bircher-Sanatoriums in Zürich, Dr. med. Hans-Jürg Schweizer (1931-2011) auch darüber berichtet, wie er den Schweizer Verein »DIGNITAS – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben« wahrgenommen hat. Er ist DIGNITAS von 2008 bis 2010 als beratender Arzt und Gutachter helfend zur Seite gestanden.
Auszug (PDF), hier publiziert mit ausdrücklicher Zustimmung seiner Töchter
.


«Der Himmel so weit»
Vom selbstbestimmten Sterben der Monika Prause

Autoren: Volker Prause, Sabine Eichhorst
Erschienen 2015, 240 Seiten
Ludwig-Verlag, München
ISBN: 978-3-453-28066-3


«EXIT – Ende gut, Alles gut»
Das Lebensende als letzte Herausforderung

Autor: Klaus Kamphausen
Erschienen 2012, 290 Seiten
Verlag: Komplett-Media, München / Grünwald
ISBN 978-3-8312-0392-5


«Letzte Hilfe»
Ein Plädoyer für das selbstbestimmte Sterben

Autor: Uwe-Christian Arnold, unter Mitarbeit von Michael Schmidt Salomon
Erschienen 2014, 240 Seiten
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg
ISBN 978-3-498-09617-5

Selbstbestimmung darf nicht enden, wenn es um das Sterben geht. Dieses Buch ist ein Bericht aus erster Hand und ein Plädoyer für das Recht auf Letzte Hilfe.


«Die Freiheit zum Sterben – Menschliche Autonomie am Ende»
Ein Plädoyer gegen die Hemmungen, über Suizid zu reden

Autor: Peter Baumann
Erschienen 2014, 157 Seiten
Verlag: Chronos, Zürich
ISBN 978-3-0340-1246-1

Es war Peter Baumanns (1935–2011) Überzeugung, dass das Reden über Selbst- tötungsabsichten und das Thematisieren sicherer, nicht aggressiver Sterbemethoden die beste präventive Tätigkeit gegen Suizid und gegen missliche Sterbesituationen sei. Als Psychiater kämpfte er vehement für die Anerkennung der Autonomie und gegen die Bevormundung sterbewilliger Menschen. (Informations-Flyer – PDF)


«Rezept für Freitodbegleitung wegen Erblindung zulässig -
Fragwürdiger Geltungsbereich einer SAMW Richtlinie»

(PDF - mit freundlicher Genehmigung des Verlags)

Autor: Patrick Schaerz
Erschienen Juni 2013, 15 Seiten
Aktuelle Juristische Praxis AJP/PJA 6/2013
Verlag: DIKE

Der Autor bespricht den Entscheid ES.2011.210 des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt, Einzelgericht, Urteil vom 5. Juli 2012. In diesem Entscheid hat das Gericht einen Arzt vom Vorwurf freigesprochen, mit der Abgabe eines Rezepts für Natrium-Pentobarbital zum Zwecke einer Freitodbegleitung einer 82jährigen Frau, die beinahe völlig erblindet und deshalb depressiv war, gegen das Heilmittelgesetz verstossen und damit die Gesundheit dieser Person gefährdet zu haben. Das Gericht hielt fest, dass die Medizin-ethische Richtlinie der SAMW über «Betreuung von Patientinnen und Patienten am Lebensende» auf einen solchen Fall nicht anwendbar sei, und dass eine Forderung nach einem psychiatrischen Gutachten wegen der Depression in diesem Falle wohl eine zu hohe Hürde gewesen wäre. Es hat damit auch der Auffassung widersprochen, ein Rezept für eine Freitodbegleitung sei nur in Fällen zulässig, in welchen jemand aufgrund einer Erkrankung in naher Zukunft ohnehin sterben würde.


«
Über das Sterben    Was wir wissen. Was wir
tun können. Wie wir uns darauf einstellen
»

Autor: Prof. Dr. Gian Domenico Borasio
7. Auflage, erschienen 2012, 207 Seiten
Verlag: C.H. BECK
ISBN 978-3-406-61708-9

Sachlich informierend und argumentierend, setzt sich Prof. Borasio mit dem schwierigen Thema "Sterbehilfe" und mit Mythos und Realität der Palliativ- und Hospizarbeit auseinander. Ungeschminkt benennt er die schlimmsten Fehler am Lebensende und sagt, wie man sich am besten davor schützt - einschliesslich konkreter Hinweise zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Aus der Sicht des Arztes, der sich auch für die Seelennöte der Menschen zuständig weiss, leistet dieses Buch dringend notwendige Aufklärung über ein Lebensthema, das wir zu unserem eigenen Schaden mit zahlreichen Tabus belegen.


«Der organisierte Tod Sterbehilfe und 
Selbstbestimmung am Lebensende – Pro und Contra»

Herausgeber: Hans Wehrli, Bernhard Sutter, Peter Kaufmann
Erschienen 2012, 270 Seiten
Verlag: Orell Füssli, Zürich
ISBN 978-3-280-05454-3

Hat der Mensch das Recht, selbst zu entscheiden, wann er stirbt? Akteure, Experten und Kritiker zeigen anhand wahrer Fälle und Schicksalsgeschichten, wie Sterbehilfe in den letzten 30 Jahren in der Schweiz, aber auch in Deutschland und im übrigen Europa zu einer nicht mehr wegzudenkenden Realität geworden ist. Ein Buch mit einem besonnenen Überblick der aktuellen Meinungen.


«Die letzte Flucht: Denglers sechster Fall»

Autor: Wolfgang Schorlau
351 Seiten, erschienen 2011
Verlag: Kiepenheuer & Witsch, Köln
ISBN 3-462-04279-3

Auf Seite 247 seines Kriminalromans beschreibt Wolfgang Schorlauf die deutsche Realität der Ausbeutung der Todkranken durch Pharmaindustrie und Krankenhäuser. Eine Leseprobe:
»Die Analyse ergab, dass wir 42 Prozent unseres Umsatzes mit nur drei Prozent der Patienten machen.«
»Was sind das für Patienten, diese drei Prozent?«
»Menschen, die nicht mehr gesund werden.«
»....Sie stellten also fest, dass Sie mit diesen Tod ... , also mit dieser Zielgruppe 42 Prozent Ihres Umsatzes machen?«
»Genau. Eine wachsende Zielgruppe übrigens....«


«Patientenrechte am Ende des Lebens - Vorsorgevollmacht,
Patientenverfügung, Selbstbestimmtes Sterben
»

Der Rechtsratgeber für die Praxis - für Kliniken, Ärzte, Pflegekräfte, Hospiz, Betreuer, Betreuungsrichter, Betroffene und deren Familien.
Autoren: Wolfgang Putz, Beate Steldinger
Vierte, völlig überarbeitete Neuauflage, erschienen 2012
Verlag: Beck-Rechtsberater im dtv
ISBN 978-3-406-62611-1


«Gut Sterben - Würdevoll, friedlich, selbstbestimmt»

"Jeder, der auf das Lebensende zugeht, sollte dieses ausgezeichnete Buch lesen. Es erläutert in einer klaren, verständlichen Sprache, was man tun kann, um für einen friedlichen Tod zu sorgen, etwas, das sich alle wünsche, doch zu wenige erreichen." (Dr. Marcia Angell, Harvard Medical School, ehemalige Chefredakteurin des New England Journal of Medicine)
Autoren: Sidney Wanzer, Joseph Glenmullen
Mit einem Nachwort von Wolfgang Prosinger
Verlag Zweitausendeins
ISBN 978-3-86150-895-3


«Die friedliche Pille. Sanft einschlafen - für immer
Der Ratgeber zum selbstbestimmten Sterben»

Das Nachschlagwerk für alle, die sich Gedanken über verlässliche und friedliche Methoden für ein selbstbestimmtes Lebensende machen.
Autoren: Philip Nitschke, Fiona Stewart
Herausgeber: exit international US
Deutsche Erstausgabe, erschienen 2011
ISBN 978-0-9788788
Originalausgabe «The Peaceful Pill Handbook»


«Ausgang - Das letzte Jahr mit meinem Vater»

Vorbehaltlos offen und tief berührend protokolliert Ueli Oswald das letzte Jahr einer Vater-Sohn-Beziehung. Sein Vater ist lebenssatt und wendet sich an eine Sterbehilfe- organisation. Seine Söhne sollen ihn beim Ausgang aus dem Leben begleiten. In einem eigenwillig nüchternen Ton werden Bruchstücke aus der Familiengeschichte verwoben mit der Entscheidungsfindung eines Sterbewilligen und den damit verbundenen emotionalen Herausforderungen und Zumutungen. Die lebenslange Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn wie auch die nicht möglichen Annäherungen an den Übervater kondensieren im letzten gemeinsamen Lebensjahr und führen zu einer überraschenden Annäherung im Angesicht des Todes.
Autor: Ueli Oswald
Verlag Edition Epoca, erschienen 2009
ISBN: 978-3-905513-47-9 / EAN 9783905513479


«Wie wir sterben – Ein Ende in Würde»

Der Chirurg und Medizinhistoriker Sherwin B. Nuland zeigt in seinem Buch, auf welche Weise bestimmte Krankheiten uns das Leben nehmen, und beschreibt die grausame biologische und klinische Realität. Doch er entwirft kein Horrorgemälde, sondern er entmythologisiert das Sterben und hilft uns, die Frucht vor dem Unbekannten zu über- winden. Nulands Blick auf den Tod ist hart, ernst und klar, aber auch voller Mitgefühl und Hoffnung
Autor: Sherwin B. Nuland
Taschenbuchausgabe erschienen 1996
Kindler Verlag, München
ISBN 3-426-77237-X
Originalausgabe «How Wie Die» erschienen 1993


«Menschenwürdig sterben – Ein Plädoyer für Selbstverantwortung»

Dies ist weit mehr als ein Buch über Sterbehilfe: ein bewegendes, vom persönlichen Schicksal geprägtes und aufklärendes Buch über den Umgang mit dem eigenen Tod mitten im Leben. Mit Beiträgen von Albin Eser und Dietrich Niethammer und einem Text von Inge Jens.
Autoren: Walter Jens und Hans Küng
Originalausgabe erschienen 1995
Piper Verlag, München
ISBN 978-3-492-05276-4


«Evolution und Sterblichkeit»

Warum wollen die Menschen möglichst lange leben? Weil sie Angst haben vor dem Tod. Tabuisierung und Flucht in irrationale Unsterblichkeitsphantasien sind die Folgen dieser Angst. Der Autor betrachtet die Sterblichkeit als Resultat der Evolution. Er skizziert eine Ethik, die den Tod als natürliches Ereignis akzeptiert und zeigt die Konsequenzen auf, die sich daraus für den letzten Lebensabschnitt ergeben.
Autor: Hans Mühlethaler
2. Auflage, erschienen 2011
Verlag Books on Demand GmbH
ISBN 978-3-8391-3355-2
Buchbesprechung in «Mensch + Recht» Nr. 117


«Tanner geht. Sterbehilfe - Ein Mann plant seinen Tod»

Eine intensive und bewegende Reportage über einen Menschen und die letzten Wochen vor seinem selbstbestimmten Lebensende
Autor: Wolfgang Prosinger
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-059030-5


«Wege zu einem humanen, selbstbestimmten Sterben»

Wissenschaftlich fundierte Informationen über selbstbestimmtes und würdiges Sterben, das von Anteil nehmenden Angehörigen begleitet wird.
Autoren: Pieter Admiraal, Boudewijn Chabot und weitere
Stiftung WOZZ
ISBN/EAN 9789078581031


«Sterbehilfe - die letzten Wochen des Klaus G»

Zur Illusion humanen Sterbens in Deutschland
Autor: Peter Puppe
Engelsdorfer Verlag
ISBN 978-3-939144-35-9


«Suizidhilfeorganisationen und Strafrecht»

Die Dissertation zum Thema
Autorin: Petra Venetz
Schulthess Juristische Medien
ISBN 978-3-7255-5586-4

«Die Freiheit zum Sterben – Menschliche Autonomie am Ende»

Ein Plädoyer gegen die Hemmungen, über Suizid zu reden.

Autor: Peter Baumann

Erschienen 2014, 157 Seiten

Verlag: Chronos, Zürich

ISBN 978-3-0340-1246-1

Es war Peter Baumanns (1935–2011) Überzeugung, dass das Reden über Selbsttötungsabsichten und das Thematisieren sicherer, nicht aggressiver Sterbemethoden die beste präventive Tätigkeit gegen Suizid und gegen missliche Sterbesituationen sei. Als Psychiater kämpfte er vehement für die Anerkennung der Autonomie und gegen die Bevormundung sterbewilliger Menschen. (Informations-Flyer – PDF)

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Aktuelles

 

Sehens-Wert


«Unser Ziel? Irgendwann zu verschwinden»

Interview mit L.A. Minelli

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Zeitschrift
Mensch + Recht

Die aktuelle Ausgabe
Nr. 144, Juni 2017

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«Deutsche Politik
und Sterbehilfe»

Artikel von L.A. Minelli in
«Aufklärung und Kritik»

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«Die letzte Reise»

Ein Erlebnisbericht
von Lea R. Söhner

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Stellungnahme von
DIGNITAS zuhanden der
Enquetekommission
«Würde am Ende des
Lebens» in Österreich

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