DIGNITAS-Deutschland     Aktivitäten

DIGNITAS-Deutschland ist wegen des zur Zeit noch geltenden Rechts in der Bundesrepublik Deutschland nicht in der Lage, seinen Mitgliedern auf deutschem Boden mit einem begleiteten Suizid helfen zu können. Denn noch immer herrscht in Deutschland ein Zustand, welcher Bürger dieses Landes zwingt, mit den Füssen abzustimmen, wenn sie ihre letzte Freiheit ausüben wollen. Die rechtlichen Umstände im geltenden deutschen Recht gehen teilweise noch auf eine Änderung des deutschen Strafgesetzbuches aus dem Jahre 1935 zurück (sic!). Siehe dazu in der Zeitschrift «Mensch + Recht» Nr. 98, Dezember 2005, Seite 3 (PDF-Datei).

Deshalb kann DIGNITAS-Deutschland in seinen Satzungen seinen Mitgliedern keine Freitod-Begleitung anbieten. DIGNITAS in der Schweiz hingegen hat sich DIGNITAS-Deutschland gegenüber verpflichtet, den Mitgliedern von DIGNITAS in gleicher Weise zur Verfügung zu stehen wie den eigenen Mitgliedern. Fragen in Bezug auf Freitod-Begleitung sind deshalb nicht von der Geschäftsstelle in Hannover, sondern direkt an DIGNITAS Schweiz zu richten.

Die Satzungen von DIGNITAS sehen als Zweck des Vereins folgendes vor:

¹ Zweck des Vereins ist die Erforschung, Entwicklung und Verwirklichung der verfass-ungsungsrechtlich gewährleisteten Selbstbestimmung des Menschen im Rahmen der durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, das Bundesverfassungs-gericht und durch den Bundesgerichtshof entwickelten Rechtsgrundsätze.

² Ferner ist Zweck des Vereins die Unterstützung von Menschen, die ihre durch die vorstehend dargelegten Rechtsgrundsätze entwickelten Rechtspositionen wahrnehmen möchten.

³ Der Satzungszweck wird insbesondere erreicht durch die Veranstaltung wissen-schaftlicher Seminare, Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forsch-ungsvorhaben, Vergabe von Forschungsaufträgen, Publikationen und sonstige auf Rechtsentwicklung und Rechtsfortführung gerichtete Maßnahmen, sowie durch Hilfen und Vorsorgemaßnahmen für hilfsbedürftige, kranke und alte Menschen zur Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechtes auf der Basis der gesetzlichen Regelungen und höchst-richterlichen Entscheidungen.

Zur Zeit befindet sich der Verein im Aufbau. Deshalb steht einstweilen die öffentliche Informationstätigkeit im Vordergrund. Diese wird durch die beiden Mitglieder des Vorstandes wahrgenommen. Unter anderem an folgenden Veranstaltungen sind die beiden Vorstandsmitglieder in der Öffentlichkeit aufgetreten:

 

1. / 2. Dezember 2006

Würzburg

Referat vor einer Gruppe Studierender


31. Oktober 2006

Volkshochschule Essen

Was heißt würdevolles Sterben?
Brauchen wir aktive Sterbehilfe vor Ort?

Das Streitgespräch: Ludwig A. Minelli, Generalsekretär DIGNITAS vs. Dieter Wiefelspütz, MdB SPD


Montag, 8. Mai 2006

Deutscher Gewerkschaftsbund Region Niedersachen Mitte

«Warum braucht es keine Aktive Sterbehilfe?»

Referat von Ludwig A. Minelli, 1. Vorsitzender DIGNITAS-Deutschland. Unter Beteiligung von Pastor Hans Peter Borcholt von der Hospizgruppe Sarstedt.


27. April 2006

Heidelberger Kreis

Geschlossene Veranstaltung einer studentischen Vereinigung

Referat von Ludwig A. Minelli


Donnerstag, 20. April 2006

Süddeutsche Zeitung, SZ-Forum Wissen

«Recht auf Leben - Recht auf Sterben, Die Kontroverse um Patientenverfügung und Sterbebegleitung»

Teilnehmer: Brigitte Zypries, Bundesjustizministerin, Berlin; Susanne Breit-Kessler, Oberkirchenrätin, München; Dr. Theo Boer, Universität Utrecht; Prof. Dr. med. Gian D. Borasio, München; Ludwig A. Minelli, Forch-Zürich.


Mittwoch, 5. April 2006

Hospizkreis Miesbach
Podiumsdiskussion

«Sterbehilfe? Zu Risiken und Nebenwirkungen diskutieren»

Diskussionsteilnehmer: Dr. med. Thomas Binsack, Palliativmediziner, München; Dr. iur. Beate Merck, Bayerische Justizministerin, München; Ludwig A. Minelli, DIGNITAS, Forch-Zürich; Prof. Dr. theol. Thomas Schumacher, Lehrstuhl für Philosophie und Ethik; Moderation: Birgit Muth, Bayerisches Fernsehen.


Dienstag, 4. April 2006

Caritas Trägergesellschaft in Verbindung mit dem Saarländischen Rundfunk

«Diskurs in der ARD-Krebswoche - In Würde sterben - Sterbehilfe und Sterbebegleitung in Deutschland Was können Palliativmedizin und Hospizarbeit leisten?»

Podiumsdiskussion, Teilnehmer: Dr. Maria Blatt-Bodweig, Chefärztin der Abteilung Palliativmedizin der Caritasklinik St. Theresia, Saarbrücken; Paul Herrlein, Landesarbeits-gemeinschaft Hospiz; Ludwig A. Minelli, Forch-Zürich; Moderator: Thomas Bimesdörfer.

Sendung im Saarländischen Rundfunk SR2 am Sonntag, 9. April 2006, 20:04 Uhr, im «Diskurs».


31. März bis 2. April 2006

Tagung der Humanistischen Akademie Bayern, Nürnberg e.V.

«Komm, süsser Tod? - Aspekte der Selbstbestimmung am Ende des Lebens»
«Muss der Mensch leiden?»

Teilnehmer: Dr. habil. Horst Groschopp (Berlin), Bundesvorsitzender des Humanistischen Verbandes Deutschlands; Ursula Seitz (Nürnberg), Dekanin der ev.-luth. Kirche; Ludwig A. Minelli (Forch/Schweiz), Vorsitzender/ Generalsekretär DIGNITAS; Moderation: Rüdiger Baumann, Bayerisches Fernsehen.


25. März 2006

Der Deutsche Schmerztag 2006, Congress Centrum Messe Frankfurt, Frankfurt/Main

«Medizin am Scheideweg
Lebenshilfe - Sterbehilfe - Tötungshilfe»
Teilnahme am Rundtisch-Gespräch

Teilnehmer: Helga Kühn-Mengel, Patientenbeauftragte des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung, Berlin; Ludwig A. Minelli, 1. Vorsitzender DIGNITAS Deutschland; Dr. med. Gerhard Müller-Schwefe, Göppingen, Präsident Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.; Dr. med. Thomas Nolte, Wiesbaden, Vizepräsident Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.; Prof. Dr. Michael Zenz, Bochum, Präsident Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V.; Moderation: Dr. med. Marianne Koch, Tutzing.


24. März 2006

Müllheim

Vortrag vor Rotariern über die Arbeit von DIGNITAS-Deutschland und DIGNITAS-Schweiz von Uwe Christian Arnold, 2. Vorsitzender DIGNITAS-Deutschland.


15. März 2006

Deutschlandfunk Köln

«Journal am Vormittag - Länderzeit»

Diskussion mit Uwe Christian Arnold, 2. Vorsitzender DIGNITAS-Deutschland, Herbert Mertin (FDP), Justizminister Rheinland-Pfalz, Hubert Hüppe, MdB (CDU) und Dr. Thomas Schindler, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.


4. Februar 2006

Caritas-Akademie Nürnberg, Studientag

«Aktive Sterbehilfe - Sterben durch die Hand oder an der Hand eines anderen?»

Teilnehmer: Ludwig A. Minelli, DIGNITAS; Dr. med. Gerda Hofmann-Wackersreuther, Leitende Oberärztin der  Palliativstation Klinikum Nord, Nürnberg. Prof. Dr. Manfred Seitz, Professor für Pastoraltheologie in Heidelberg (1966 - 72) und Erlangen (1972 - 94). Universitätsprediger; Prof. Dr. Hans-Bernhard Wuermeling, früher Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg. Experte für medizin-ethische Fragen.

 

 

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